Diehl Defence und Indra arbeiten in der bodengebundenen Luftverteidigung zusammen
Diehl Defence und Indra Group haben eine Vereinbarung unterzeichnet, um die Entwicklung und Produktion von bodengebundenen Luftverteidigungssystemen (Ground-Based Air Defence, GBAD) gemeinsam voranzubringen. Aufgrund seiner derzeitigen Marktposition in diesen Segmenten bietet der Zusammenschluss mit Indra dem Unternehmen Diehl Defence zusätzliche Möglichkeiten, seine industrielle Basis zu stärken, seine technologische Souveränität zu verbessern und zur strategischen Autonomie Europas beizutragen.
Auf Grundlage ihrer langjährigen Kooperation werden sich beide Unternehmen zunächst auf die gemeinsame Entwicklung einer GBAD-Lösung mittlerer Reichweite konzentrieren, die auf die operativen Anforderungen der spanischen Streitkräfte zugeschnitten ist und sich auf die technologische und industrielle Basis Spaniens stützt. Später soll die Zusammenarbeit beider Unternehmen auf den maritimen und Luft-Bereich sowie auf verwandte disruptive Technologien ausgeweitet werden.
Bei ihrer Zusammenarbeit profitieren Indra Group und Diehl Defence gegenseitig von ihren komplementären technologischen Fähigkeiten. Diehl Defence bringt seine umfassende Erfahrung bei Luftverteidigungssystemen und Lenkflugkörpern ein, wie IRIS-T SLS für die kurze Reichweite, IRIS-T SLM für die mittlere Reichweite und das in der Entwicklung befindliche IRIS-T SLX für die erweiterte Reichweite. Indra seinerseits trägt sein Fachwissen in den Bereichen Radarsysteme, taktische Kommunikation und Führungssysteme für die bodengebundene Luftverteidigung bei.
Helmut Rauch, CEO Diehl Defence, sagte: "Diehl Defence ist stolz darauf, die erfolgreiche Partnerschaft mit Indra zu intensivieren. Gemeinsam werden wir das Angebot an GBAD-Systemen erweitern, um die Souveränität und Autonomie sicherzustellen, die unsere Kunden, zum Beispiel die spanischen Streitkräfte, anstreben."
José Vicente de los Mozos, CEO Indra Group, erklärte: „Wir haben eine Verantwortung, technologische und industrielle Partnerschaften in Europa zu formen, um den verbündeten Streitkräften immer fortschrittlichere Verteidigungssysteme zu liefern. Zu der starken Position, die Spanien und Indra bereits in den Dimensionen Luft und Luftverteidigung einnehmen, kommt mit dieser Vereinbarung nun die Produktion neuer Systeme dieses Typs und Flugkörper in Spanien hinzu."
Die Vereinbarung steht im Zusammenhang mit den zunehmenden Verteidigungsinvestitionen in den europäischen NATO-Ländern. Spanien hat die so genannten ‚Sondermodernisierungsprogramme‘ (PEM) für seine Streitkräfte mit Investitionen in Höhe von 14 Mrd. EUR in 2025 auf den Weg gebracht, während die EU mit ihrem ‚ReArm Europe / Readiness 2030 Plan‘ in den kommenden Jahren 800 Mrd. EUR mobilisieren wird. Als Teil dieses Plans hat die Europäische Kommission kürzlich die ersten vier ‚European Readiness Flagships‘ vorgestellt, bei denen die Luftverteidigung eine zentrale Rolle spielt.